MABUHAY – Meine erste Woche in Manila auf den Philippinen

Julia De Haney
von Julia De Haney

5 Fakten über Philippines

– Ein Land mit über 7.000 Inseln
– Das Land mit den freundlichsten Menschen der Welt
– Ein hauptsächlich katholisches Land (südlicher Teil ist muslimisch)
– Meist genutzte Sprache ist Tagalog (Unterricht in den Schulen ist zu 90% Englisch)
– Regenzeit von Juni-November

5 Fakten über Manila

– 12 Millionenstadt
– Metro Manila ist aufgeteilt in mehrere Städte (ich lebe in Quezon City)
– Stadt in einem dritte Welt Land
– Spanische aber vor allem amerikanische Einflüsse prägen das Stadtbild
– Traffic, das angesagte Thema in Manila (um 18 Uhr können 2 km schon mal eine Stunde dauern)

Die letzten paar Stunden in Deutschland waren wahrscheinlich mit die schnellsten meines Lebens. Gerne würde man diese Zeit mit seinen Liebsten verbringen. Aber die Tatsache sieht eher so aus, dass man wie wild durch die Wohnung fegt, weil einem tausend Sachen einfallen, die noch eingepackt und erledigt werden müssen.

Nach diesen letzten stressigen Stunden steht man dann endlich am Flughafen. Selbst für mich, eine Person die viel gereist ist und sogar schon einmal für 6 Monate im Ausland war, ist das mitunter der schwierigste Teil. Abschied fällt immer schwer und mein zuvor gesetztes Ziel, nicht in Tränen auszubrechen, hat natürlich nicht geklappt. Aber spätesten bei der Gepäckkontrolle hat man sich dann wieder gefasst und das Abenteuer kann endlich losgehen.

Mein Flug hatte zwei Zwischenstopps, einen in der Schweiz und einen in Hongkong. An sich verlief alles wie am Schnürchen und trotz kleiner Verspätungen habe ich alle Anschlussflüge geschafft. Nach den Flügen kommt dann wieder ein ziemlich spannender Augenblick, und zwar der am Gepäckband. Nach einer halben Stunde des Wartens kam die erste Panik auf. „Wo ist mein Koffer? Oh Gott hat den vielleicht wer anders mitgenommen? Steh ich überhaupt am richtigen Gepäckband… .“

Nach weiteren 15 Minuten leerte sich die Umgebung verdächtig. Übrig blieben ich und zehn weitere Passagiere. Wir alle waren Personen aus dem Flug von der Schweiz nach Honkong und es stellte sich heraus, dass unser Gepäck in Hongkong vergessen wurde. Nach einigen Diskussionen mit einer Dame der Airline wurde uns berichtet, dass der nächste Flug aus Hongkong unser Gepäck nach Manila mitbringen würde. Nach vier weiteren Stunden des Wartens sah ich dann endlich meinen Koffer auf dem Gepäckband und die Erleichterung war wirklich unbeschreiblich. Nach über 35 Stunden ohne Schlaf, schlief ich dann nachts um halb zwei erschöpft in meinem Hotel-Zimmer ein.

Mein Apartment in Manila habe ich mir schon in Deutschland organisiert. Obwohl ich nur im Mailkontakt zur Vermieterin stand, klappte alles reibungslos und ich konnte am Sonntag in mein Apartment einziehen. Es liegt in derselben Straße wie die Universität, ist nicht groß, aber hat alles was man braucht und sieht wesentlich besser aus, als die Apartments im Mittweidaer Alcatraz. Mein Zimmer liegt im 32. Stock, wodurch ich eine tolle Sicht auf den kompletten Campus habe. Auch gegen einen Sprung in den Gemeinschaftspool habe ich selbstverständlich nichts ;).

Die erste Orientierungs-Woche an der Uni startete gleich am Montag darauf. Die Woche war sehr interessant ich hab viele nette Leute kennen gelernt. (Die International-Students bestehen hauptsächlich aus Franzosen und natürlich Deutschen… wär hätte das gedacht :D) Besonders gut hat mir die kleine Stadttour gefallen. Hierbei konnten alle erste Eindrücke über Manila sammeln.

Während dieser Woche durften wir auch unsere Kurse wählen. Leider lief da bei mir von Anfang an was schief und ich hab bis heut keinen einzigen Kurs. Das mit den Fächern ist grad wirklich ein Thema was mich wahnsinnig nervt. Da ich mir die Fächer aus den Philippinen anrechnen lassen möchte, muss ich ähnliche wählen. Jetzt waren die meisten schon besetzt oder ich konnte aus anderen Gründen nicht daran teilnehmen. Diese Woche ist nun „Load Revison“. Das bedeutet, ich kann alle meine Fächer nochmal neu wählen oder zeitlich verändern. Ich hoffe wirklich, dass ich dann am Ende alle Kurse bekomme, die ich möchte.

Nun wieder etwas positives, denn die erste Clubparty gab es natürlich auch schon. Am Donnerstagabend sind wir Internationals in den Pool Plaza Club in Makati City gefahren. Das Coole an dem Club ist der Pool in der Mitte. Ja ihr habt richtig gelesen ein Pool in einem Club. Hier haben wir einen sehr lustigen Abend verbracht und dabei noch viele nette Philippinos kennen gelernt.

Das erste Wochenende habe ich mich gleich mal mit ein paar Leuten zusammen getan und einen Trip nach Tagaytay, eine nahe liegende Stadt an einem Vulkansee, geplant. Los ging es dann am Samstag um 5:30 am (max. Stundenanzahl an Schlaf in den letzten Tagen: 6 Std) Der Trip war sehr schön, wir hatten ein Haus direkt am See mit Blick auf den Vulkan. Vor allem haben wir aber die Ruhe und die frische Luft genossen. Leider hat es mich, an dem Tag an dem wir planten auf den Vulkan zu gehen, das erste Mal erwischt (den Burger am vorherigen Tag hätte ich wohl eher doch nicht essen sollen). Daher ist die Gruppe dann ohne mich gegangen und ich konnte endlich einmal ausschlafen.

Ich bin schon sehr gespannt was mich die nächsten Wochen so erwartet. Gerne könnt ihr weiterhin meine Texte lesen und mich auf meiner Reise begleiten.

Join the adventure!


 

 

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